Viertklässler erkunden Bierkulturhotel

Übernachten in der Bierkiste oder „Wo der Gast König ist“

Ehingen– Das ist kein Widerspruch! Wir, die Klasse 4b der Grundschule im Alten Konvikt in Ehingen, konnten das beim Besuch des Bierkulturhotels Schwanen erfahren.

„Ja, die alte Ehinger Stadtmauer ist ein Teil der Zimmer“, antwortete Herr Miller auf eine unserer unzähligen Fragen, die wir schon in der Schule zusammen mit unserer Lehrerin Susanna Balg erarbeitet hatten. Herr Michael Miller, Hotelchef und Bierbrauer, hatte sich extra viel  Zeit für uns genommen, um unsere Fragen ausführlich zu beantworten. Wir hatten so viel zu fragen, dass unsere schnellsten Schreiber fast nicht mehr mitkamen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass das Hotel im Jahr 2012 fertig gestellt wurde und heute am Platz der alten  Scheune steht.

Das Hotel war eine Idee von Herrn Miller und seinem Bruder. 30 Leute arbeiten im Hotel: Hauswirtschafterin, Manager, Putzfrau, Hotelfachfrau, Koch, Brauer usw. Ganz interessant war für uns, dass die Putzfrauen 3 x 3 klopfen müssen, bevor sie das Zimmer betreten. Dreimal bevor man aufschließt, dreimal wenn die Schlüsselkarte steckt und zu guter Letzt dreimal wenn die Tür geöffnet wird.

Auch prominente Leute waren schon im Hotel, wie z.B. Jan Leyk, DJ Tomekk, Micaela Schäfer und Anne Sophie Briest. Alle Namen davon haben wir leider nicht gekannt.

Damit sich die Gäste wohl fühlen gibt es in den Zimmern Flachbildschirme, Telefon, WLAN, einen Safe, Klimaanlage, Zimmerservice, eine Kaffemaschine und ein Buch mit Kurzgeschichten, das man im Hotel sogar kaufen kann, wenn es einem gefällt. Auch Hunde darf man mitbringen. Außerdem gibt es ganz viele Angebote für die Gäste: Stadtführungen, Wandervorschläge, den Bierkulturweg, Bier brauen usw.  Einmal im Jahr kommt ein Hoteltester von der „Best Western- Kette“, zu der das Hotel gehört. Das Bierkulturhotel hat 4 Sterne. „Das liegt auch daran“, erklärte Herr Miller, „dass man immer auf Sauberkeit achtet, laufend modernisiert, freundlich zu den Gästen ist und lächelt.“

Was wir auch unbedingt wissen wollten war, wie man das Hotel, die Brauerei und den „Schwanen“  unter einen Hut bringt. Herr Miller erzählte uns, dass die ganze Familie zusammenarbeitet, dann würde das gut klappen. Denn den Schwanen gibt es ja schon seit 1864.

Natürlich haben wir auch gefragt, ob schon etwas im Hotel geklaut wurde. Über die Antwort waren wir ganz entsetzt:  Da hat doch tatsächlich jemand, gar nicht „königlich“ einen Sessel geklaut. Das war wohl der Nachteil vom Aufzug in die Tiefgarage.  Wir erfuhren außerdem, dass es im Hotel 5o Zimmer gibt, darunter Brauerzimmer, Wehrgangzimmer, Stadtmauerzimmer, Bierkistenzimmer und Bier- Suiten, die  uns Herr Miller auch zeigen wollte.  Da waren wir natürlich ganz Feuer und Flamme, denn besonders auf die Bierkiste waren wir sehr gespannt. Wenn man ins Bierkistenzimmer kommt, steht gleich links auf einer Mauer eine Bierkiste aus Holz. Das Zimmer sieht echt aus wie eine riesige Bierkiste. Die Seitenwände stellen die Griffe der Kiste dar und auch der Boden ist aus Holz. Und zwar aus dem Holz vom ehemaligen Malz- und Getreidelager. Man kann also tatsächlich in einer Bierkiste übernachten.

Ganz toll sind die Suiten, die auch als Familienzimmer fungieren. Sie gehen über zwei Etagen und haben wunderschöne Papierlampen, die uns gleich aufgefallen sind. Beim Wehrgangzimmer sieht man zwischen Zimmer und Balkon den oberen Teil der historischen Stadtmauer und wenn man auf den Balkon möchte, muss man auf einer kleinen Treppe über die Stadtmauer steigen.

Am besten gefallen hat uns allerdings das Stadtmauerzimmer. Da besteht eine ganze Wand aus der alten Stadtmauer, das Zimmer geht über zwei Etagen und im unteren Stock kommt man durch die Stadtmauer in einen kleinen Garten vor dem Zimmer. Hier hat Herr Miller uns erzählt, dass viele der Betten im Hotel und auch der Schreibtisch aus den Balken der alten Scheune gemacht worden sind. Das fanden wir sehr spannend, weil das Hotel so modern aussieht. Interessant fanden wir auch, dass ein Koch vom „Schwanen“ die großen, modernen Bilder, die genau zu den Farben in den Zimmern passen, gemalt hat.

Als wir uns das letzte Zimmer angeschaut hatten, ist uns aufgefallen, dass mindestens einer von uns dreckige Schuhe hatte. Das war blöd. Denn nun musste die Putzfrau wegen uns noch mal alle Zimmer, in denen wir waren, nachputzen.

Zum Schluss hat uns Herr Miller noch mit in den „Schwanen“ genommen. Dort erzählte jemand, dass es die Brauerei schon seit 1697 gibt, dass pro Jahr 50 000 Liter Bier gebraut werden, dass Bier brauen ca. 4 Wochen dauert, dass die Brauerei selbst 19 eigene Biersorten herstellt und 40 verschiedene Biere verkauft. Da haben wir ordentlich gestaunt.

Zum Abschluss ließ Herr Miller für die Homepage noch ein Erinnerungsfoto von sich und uns vor dem Haupteingang machen. Übrigens haben Frau Balg und Herr Miller uns noch gelobt, weil wir so gut vorbereitet waren.  Für uns jedenfalls war es ein richtig schöner Tag und wir haben erfahren, dass ein Gast „König“ sein kann, obwohl er in einer Bierkiste schläft.

Paula, Niklas S., Dejan, Sandra, Aileen, Liridona, Michael, Qasid, Manuel, Niklas H., Berkant, Sebastian, Kevin, Bojana, Sofia, Elias, Hedda, Julius, Jonas

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